Beitragsarchiv

Aktuelle und ältere

Beiträge

Hier sind alle Beiträge zu finden. Durch Klicken auf die hellblauen Texte können die Beiträge und eingehängten Dokumente einzeln geöffnet werden.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen…


  • Webseite30

    Webseite

    Unsere neue Familienwebseite ist Online

    20 Jahre war unsere bisherige Familien-Webseite präsent!
    Vielen herzlichen Dank den Familienmitgliedern, die den umfangreichen Inhalt gesammelt, redaktionell aufbereitet und die Webseite technisch gestaltet und gewartet haben.

    Am 03.12.2021 ist es nun soweit gewesen und unsere neu gestaltete Webseite ist mit neuen, aktualisierten und bekannten Inhalten schrittweise online gegangen. Mein allerbester Dank gebührt auch hier denjenigen, die in diesem Projekt mitgewirkt haben.
    Wir hoffen für die Zukunft, dass sich wieder Familienmitglieder einbringen werden, und wir weiterhin schöne Seiten und informative Beiträge veröffentlichen können.

    Der Familienverbandsvorsitzende
    Arnd v. Minckwitz

  • Dokumentationen

    Neue Dokumentationen

    Weitere Ausarbeitungen von Nicco v. Minckwitz

    22.11.2019: Ausarbeitung über Hans III. und Erasmus v. Minckwitz von Nicco v. Minckwitz im geschützten Bereich unter Dokumente.

    16.11.2019: Urkundenbuch Band 2, Ausgabe Oktober 2019 von Nicco v. Minckwitz im geschützten Bereich unter Dokumente.

  • 800-Jahrfeier Falkenhain

    Falkenhain

    800-Jahre Falkenhain

    Vom 10.-11. Juni 2016 fand die 800-Jahrfeier von Falkenhain statt.

    Link zur Fotostrecke in der LVZ vom 12.06.2016

  • Friedensdenkmal Ledegem

    Friedensdenkmal Ledegem (Westbelgien)

    Gedenken an Benno von Minckwitz

    Enthüllung eines Friedensdenkmals mit Gedenken an Benno von Minckwitz in der Gemeinde Ledegem (Westbelgien)

    Über eine Kontaktaufnahme der Arbeitsgruppe 14 – 18 aus Ledegem wurde ich angesprochen und zu einer Einweihung eines Friedensdenkmals eingeladen.

    Diese Gruppe konnte aufgrund ihrer Recherchen Grabsteinreste von Benno v. Minckwitz, (F XII 20) ausfindig machen, der am 9. Mai 1915 nach Verwundung im Lazarett Ledegem am 11.5.15 verstorben war.
    Er diente als Oberleutnant im Kgl. sächsischen ResJäger-Btl 25.

    Das Friedensdenkmal wurde aus Teilen eines ehemaligen Kriegerdenkmals (Kreuz und Grundplatte für den Bronzeadler) und Grabsteinresten des Grabes von Benno v. M. durch den Architekten Mark Malfait entworfen.

    Durch Ausgrabungen in einer Scheune, die auf dem ehemaligen Friedhof nach dem II. Weltkrieg errichtet wurde, fand man relativ gut erhaltene steinerne Reste, die durch noch lesbare Inschriften über die Herkunft und Verwendung genauere Auskunft gaben.

    Über unsere Homepage wurden wir ausfindig gemacht und angesprochen – zumal wir in Belgien wohnen.

    Monika und ich folgten der persönlichen Einladung durch den Bürgermeister und unternahmen in freudiger Erwartung am 05. Mai die Anreise quer durch Belgien(265 Km).

    Inschrift des Grabsteins:

    Benno von Minckwitz
    Oberleutnant im Res. Jäger Btl Nr 25
    Verwundet am 9.5.15 im Sturm auf Verlorenhoek
    gest. 11.5.15
    (eingefügt unterhalb des Kreuzsockels)

    Eskortiert durch die Polizei wurden wir als „besondere Ehrengäste“ zum Ort der Einweihung geleitet. Nach Begrüßung und Einstimmung durch die Europahymne hielten der Bürgermeister von Ledegem, der deutsche Militärattaché, Belgien und der in der Region zuständige Kulturkoordinator Reden. Im ehrenden Gedenken der Gefallenen aller Nationen betonten alle Redner besonders die versöhnende Absicht des gestalteten Denkmals und verbanden ihre Hoffnung mit dem Wunsch für einen beständigen Frieden in Europa.

    Zugegen waren auch Vertreter des Veteranenvereins des ehemaligen schottischen „Leister Regimentes“, das die Befreiung der Region um Ledegem von den Deutschen erreichte.

    Die feierliche Einweihung erfolgte durch die Enthüllung einer Gedenktafel am Denkmal. Sie gibt Auskunft über die barbarischen Ereignisse und Folgen dieses Krieges im Raum um Ledegem.

    Ehrengäste und Offizielle der Gemeinde Ledegem

    Nach dem Einweihungsakt lud der Bürgermeister zu einem Sektempfang in das neue Rathaus ein.
    Während weiterer Reden wurden wir besonders als Vertreter der Familie v. Minckwitz angesprochen, für unser Kommen gedankt und mit einem Glasteller mit Wappen der Gemeinde Ledegem beschenkt.

    Im Anschluss an diese ehrende Übergabe und Unterzeichnung einer Gedenkurkunde habe ich mich persönlich und im Namen des Familienverbandes für die Einladung und das besondere Gedenken von Benno v. M. bedankt. 

    In meinem Grußwort gab ich meiner Genugtuung Ausdruck, dass sich nach den grausamen Kriegsereignissen 14 – 18 und des II. Weltkrieges die versöhnende Grundhaltung der heutigen Generationen in der europäischen Völkergemeinschaft derartige kriegerische Auseinandersetzungen hoffentlich ausschließen lassen.

    In diesem Sinne wünschte ich für alle Zukunft, sich dem Geist dieses versöhnlichen Friedensdenkmals zu verdingen.

    H. v. Minckwitz

  • Adliger Herr mit Strohhut

    Adliger Herr mit Strohhut

    Rundgang mit Wolfram von Minckwitz

    Niederlößnitz


    Wolfram von Minckwitz lädt am Sonntag zum Rundgang durch sein Weingut ein. Dabei sind ganz besondere Schätze zu sehen.

    VON LILLI VOSTRY

    Mit seinem Strohhut und den hellen Hosen wirkt Wolfram von Minckwitz ebenso elegant wie vital. Kaum zu glauben, dass der adlige Herr im nächsten Jahr seinen 80. Geburtstag feiert. Ein kleines Mädchen sieht ihn staunend an. Die fünfjährige Elisabeth ist die Jüngste in der Besucherrunde im Weinberg. Diesmal ist der Verein für Denkmalpflege und neues Bauen Radebeul zu Gast bei der Führung im Minckwitzschen Weingut. „Elisabeth wollte mal einen echten Prinzen sehen“, sagt ihre Mutter schmunzelnd. Wolfram von Minckwitz hat tatsächlich adlige Vorfahren. Die dokumentierte Familiengeschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Da darf das Familienwappen nicht fehlen. Das Sandstein-Kunstwerk ziert die Hauswand am Anbau seiner Wohnung.

    Dass er einmal Besitzer eines Weingutes sein würde, wäre Wolfram von Minckwitz früher nicht im Traum eingefallen. Doch dass das originalgetreu sanierte Anwesen auf der Oberen Bergstraße in der Niederlößnitz jetzt 300 jähriges Bestehen feiern kann, ist auch ihm zu verdanken. Zum Jubiläum des Weingutes lädt der Hausherr am Sonntag von 14 bis 18 Uhr interessierte Besucher ein. Dann öffnen sich die blauen Tore des Gebäudeensembles mit den beiden Pavillons im wieder aufgerebten Weinberg. Und Wolfram von Minckwitz bittet zu Führungen durch die Geschichte des Weingutes und zur heutigen Nutzung. Oben im Berg lockt eine herrliche Aussicht bis weit ins Elbtal. Unter den hohen alten Bäumen am restaurierten Minckwitzschen Weinberghaus gibt es Kaffee und Kuchen und natürlich, Wein von einheimischen Winzern.

    Das Weinbergensemble samt seinen Bauwerken entstand zwischen 1713 und 1729. An den Erbauer Dr. Caspar Christian Kober, der Advokat am Dresdner Hof war, erinnern noch heute die Initialen DCCK mit der Jahreszahl auf der Wetterfahne des kleinen Pavillons und an der Toreinfahrt zum Weinberg. Familie von. Minckwitz erwarb das Grundstück 1853. Die Ehefrau eines der Besitzer, Elisabeth vom Minckwitz, geborene Gräfin zu Münster, verschenkte den Besitz 1952 kurz vor ihrem Tod an die Eltern von Wolfram von Minckwitz. Sie waren als einzige Familienangehörige in der DDR geblieben und aus Thüringen nach Radebeul übergesiedelt. Und vererbten das Anwesen an ihn und seine Schwester mit ihrer Familie, die je eine Gebäudehälfte auf dem Weingut bewohnen.

    „Das Weinberghaus wäre eine Ruine, wenn ich mich nicht darum gekümmert hätte“, sagt Wolfram von Minckwitz, der viele Jahre im Institut Manfred von Ardenne in Dresden tätig war. Mitte der 1980er- Jahre begann sein Kampf, um das 1729 als Lusthaus errichtete Gebäude vor dem Verfall zu retten. Gemeinsam mit seiner inzwischen verstorbenen Frau bemühte er sich er sich um die Instandsetzung. Rund 150 000 D-Mark kostete die Wiederherrichtung des Weinberghauses, einen Teil der Kosten trug die Denkmalpflege.

    Für sein Engagement wurde von Minckwitz 1997 mit dem Bauherrenpreis der Stadt Radebeul ausgezeichnet. Als Berater stand ihm bei der Restaurierung ein Architekt zur Seite, Volker Röhricht. Er wohnt in einem selbst sanierten Seitengebäude des Weingutes und hat dort auch sein Büro. Darunter befindet sich der größte Weinkeller der Niederlößnitz, zu dem Röhricht nächstes Jahr wieder einen Zugang herstellen will.

    Wer das Weingut betritt, kommt durch ein blühendes Reich mit Terrassen und Parkanlage, vorbei an uralten Bäumen und an Weinstöcken. Einen großen Teil davon bewirtschaftet die Winzergenossenschaft Meißen. Zum Minckwitzschen Weinberghaus geht es rund 200 Stufen hinauf. Breite Freitreppen führen zum Gelände und zum Saal, in dem auch Gemälde des einheimischen Malers Steffen Gröbner zu sehen und zu erwerben sind.

    Nicht nur wegen der Malerei kommen Besucher hierher. Das Haus wird auch vermietet für gepflegte Familienfeiern wie Geburtstage und Silberhochzeiten. Und für weitere Kunstereignisse genutzt. So reichten die Plätze kaum aus bei einer musikalischen Lesung zum Werk der galizisch-jüdischen Dichterin Mascha Kaleko mit der Künstlerin Ursula Kurze. „Der Raum mit seiner schönen Umgebung wird gut angenommen“ sagt Wolfram von Minckwitz. Hinter dem Weinberghaus hat er selbst 70 Rebstöcke – Grauburgunder – angebaut und bereits ein Zertifikat zum Umgang mit Pflanzenschutzmitteln für den Weinanbau erworben. Künftig möchte er die Besenwirtschaft am Weinberghaus selbst übernehmen, sagt Wolfram von Minckwitz.

    Jetzt aber hofft er erst einmal am kommenden Sonntag auf viele Besucher. Und lüftet schon mal den Strohhut zur Begrüßung.

    Die Besenwirtschaft im Minckwitzschen Weinberg, erreichbar über die Finstere Gasse 5, hat jeweils bei schönem Wetter bis 3. Oktober mittwochs von 17 bis 21 Uhr geöffnet.

    Veröffentlichung des Berichtes vom Donnerstag, 22. August 2013 mit Genehmigung der „Sächsische Zeitung“ – Stadt Radebeul – und der Autorin Lilly Vostry

  • 300 Jahre Minckwitzsches Weingut

    300 Jahre Minckwitzsches Weingut

    verein für denkmalpflege und neues bauen radebeul e.v.

    Schaut der Besucher des Panoramabildes »Dresden im Jahre 1756« im Dresden-Reicker Panometer von der oberen Plattform über die sich nach der Lößnitz wendende Elbe, so erblickt er zwei nach einem Gewitterguss von der Sonne hell beschienene Punkte auf den Höhen der Ober- und Niederlößnitz: Zuvorderst das Spitzhaus und danach das Minckwitzsche Weinberghaus.

    Beide sind also die ältesten weithin sichtbaren Dominanten unserer Heimat. Im ausgedehnten Grün der Weinberge erkennt man darunter auch ein gelbes Gebäude, das heutige Minckwitzsche Weingut.

    In den folgenden Jahrhunderten wich das Grün der Hänge immer mehr der Bebauung, denn die idyllische Gegend besitzt bis heute eine hohe Anziehungskraft.

    Wer in der Radebeuler Niederlößnitz aber die Hohe Straße empor geht, sieht an deren Einmündung in die Obere Bergstraße heute immer noch ein großes mehrteiliges gelbes Gebäude mit blaugrünen Toren, Türen und Fensterläden und auf der Kuppe des wieder aufgerebten Weinberges als Krönung das Minckwitzsche Weinberghaus.

    Am westlichen Seitengebäude (ehem. Winzerhaus) und an der rechten Tür neben dem doppelflügeligen Tor künden Jahreszahlen an den oberen Sandstein-Türrahmen von der Errichtung des barocken Ensembles. Hier finden wir aber nicht die für das Jubiläum nachweislichen Jahreszahlen. Dafür müssen wir uns auf einen kleinen Spaziergang, zuerst entlang der Grundstücksgrenze an der Oberen Bergstraße und danach bergan die Finstere Gasse, begeben.

    Gleich an der Ecke sehen wir die »Blaue Pforte«, einen typischen Weinbergszugang. Über das große Einfahrtstor für die Winzer erblickt man am Hang in der laubfreien Zeit zwei Pavillons. Der kleine achteckige Fachwerkbau war das erste Gebäude des Weinbergs. Er trägt noch heute die Initialen des Erbauers DCCK (Dr. Caspar Christian Kober) und die Jahreszahl 1713 auf der Wetterfahne. Da der kleine Pavillon nicht öffentlich zugänglich ist, zeigt hier ein Foto die Jubiläumszahl.

    Entlang der teils verfallenen Weinbergsmauer geht unser Spaziergang weiter bergan bis wir linker Hand an einem Brunnenhäuschen vorbeikommen und sich die Mauer wieder zum Hang wendet. Wir folgen der Mauer und stehen nach wenigen Metern vor der Zufahrt zum großen Pavillon, dem Minckwitzschen Weinberghaus. Die linke Torsäule trägt nun für alle sichtbar die Jahreszahl 1713 und wieder die Initialen DCCK. Das hinter dieser Mauer befindliche Winzerhaus wurde erst 1724 errichtet und ist über der Eingangstür auch mit den bekannten Initialen versehen. Diese haben aber so gar nichts mit dem Namen von Minckwitz zu tun. Wie hängt das zusammen?

    Dem an Heimatgeschichte interessierten Wanderer ist es vielleicht nicht neu. Wir hoffen aber auch auf neue Leser unserer Monatshefte.

    Im Jahr 1704 erbte der Advokat Dr. Caspar Christian Kober das Grundstück von seiner jung verstorbenen ersten Frau. Sein Interesse, einen Weinberg wirtschaftlich zu betreiben und ihn als Privateigentum zu kennzeichnen, bedingte die Errichtung der Umfassungsmauern, der Einfahrt und einer Schutzhütte für die Winzer während ihrer Arbeit im Weinberg. Als erstes erhaltenes Gebäude wurde dafür der kleine Pavillon auf halber Höhe im östlichen Teil des Geländes errichtet.

    Der in Dresden am Hofe beschäftigte Advokat lässt in den folgenden Jahren noch weitere Gebäude errichten, so das Herrenhaus an der Oberen Bergstraße 1714, 1727 das untere Winzerhaus mit Stall und 1728 die untere Toreinfahrt zur Remise. Drei Bögen im Hof ermöglichten die Unterstellung der Wagen.

    Unter dem Hof und Seitengebäude gibt es den z.Z. nicht zugänglichen größten Weinkeller der Niederlößnitz. Auch an einen Raum für die Presse wurde im Herrenhaus gedacht. Als letztes, sozusagen krönendes Bauwerk, ließ Kober am höchsten Punkt des Berges den großen Pavillon als Lusthaus erbauen. Die Wetterfahne zeigt das Jahr 1729. An der Nordseite des Hauses ist über der Tür zum Saal das Kobersche Wappen aus Sandstein sichtbar, heute teils schadhaft. Zwei Freitreppen aus Sandstein führen vom tiefer gelegenen nördlichen Gelände hinauf, zunächst zur Ebene des Hauses und dann weiter zum Eingang des Saales. Zur Erinnerung: In dieser Zeit erlebte Dresden unter August dem Starken u.a. mit der Fertigstellung des Dresdner Zwingers einen geschichtlichen Höhepunkt. Nach Kobers Tod im Jahr 1738 wird dessen Sohn Gerhard Salomon Besitzer des Berges. Das Grundstück wurde zunächst innerhalb der Familie Kober weitervererbt und hatte ab 1810 verschiedene Eigentümer, so Baron von Müller, Oberforstmeister von Bredow und deren Erben. Das Grundstück erwarb die Familie von Minckwitz schließlich 1853. Erste Eigentümer der Familie waren Frau Henriette v. Minckwitz, geb. Vierhuff, sowie der Kämmerer und Oberhofmeister Friedrich August v. Minckwitz. Ab 1897 geht der Besitz an den Sohn, den Oberforstmeister und Kammerherrn Hans Friedrich v. Minckwitz und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Gräfin zu Münster, über. 1929 verstarb der Kammerherr. Dessen Ehefrau wohnte bis zu ihrem Tod 1953 im Haus.

    Inzwischen waren durch die Folgen des Krieges andere politische Verhältnisse entstanden. Elisabeth verschenkte den Besitz 1952 an einen der wenigen Angehörigen der Familie von Minckwitz auf dem ehemaligen Gebiet der DDR, den Lehrer Hans v. Minckwitz und dessen Ehefrau Margarete, die aus Thüringen hierher übersiedelten. Heute leben deren Kinder und Kindeskinder in dem Herrenhaus und der Überbauung der Remise.

    Nach Ende des Zweiten Weltkrieges waren die Gebäude des Weinguts in keinem guten baulichen Zustand und aufgrund der Wohnungsnot dicht bewohnt, was es den neuen Eigentümern ab Mitte der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts erschwerte, selbst ausreichenden Wohnraum belegen zu können und alle notwendigen Schritte für die Erhaltung des Anwesens zu unternehmen. Der Weinberg war seit der Reblauskatastrophe Ende des 19. Jahrhunderts verwildert. Beide Eigentümer bemühten sich in der Folgezeit um die Erhaltung und Verbesserung ihres Besitzes.

    Nicht unerwähnt soll bleiben, dass sich die Familie von Minckwitz des Umlandes hinter den Gebäuden des Weinguts annahm. Heute erfreuen sich die Eigentümer und Gäste am teils über hundertjährigen Baumbestand, wie z.B. mehreren Zürgelbäumen, Esskastanien, Eiben, Kiefern, Rhododendren, einer Pappeleiche, Platane, Linde und Ulme. Eine west-östlich angelegte Hainbuchenallee sowie ein Springbrunnen ergänzen die Parkanlage. Mit der Renaissance des Weinbaus und der Verbesserung des baulichen Zustandes der denkmalgeschützten Gebäude seit der Wende, ist die historische Ansicht des von Kober 1713 begonnenen Weinbergensembles in der Niederlößnitz wieder erlebbar geworden.

    Wolfram v. Minckwitz und Petra Stiller

    Literatur:

    • Gurlitt, Niederlößnitz, v. Minckwitzscher Weinberg
    • Liselotte Schließer, Geschichte des v. Minckwitzschen Weinberges
    • Dr. Matthias Donath, Sächsisches Weinland, Weingüter und Weinberghäuser Wikipedia, Freie Enzyklopädie (s. dortige Literaturangaben)
  • 635 Jahre Uckro

    635 Jahre Uckro

    Festumzug in Uckro

    Am 10. August war Marie-Christine v. Minckwitz auf Einladung von Herrn v. Uckro bei einem Festumzug in Uckro / Niederlausitz. Gefeiert wurde 635 Jahre Uckro. Der Umzug bestand aus 48 Schaubildern, die die Entwicklung Uckros darstellten. Uckro war ca. 200 Jahre im Besitz der Breitenhainer Minckwitze, was der Festausschuss durch einen Minckwitz-Ritter (siehe Fotos) darstellen wollte.

    Termin: 10. – 11. August 2013
    Infos unter: Uckro auf Facebook
    Siehe auch: Ehemalige Besitzungen der Familie von Minckwitz – Uckro

  • Sonderausstellung im Schloss Nossen

    Sonderausstellung im Schloss Nossen

    „Adel on Tour“

    Im geplanten und künftigen „Museum des sächsischen Adels“ im Schloss Nossen wurde am 05. Mai die Sonderausstellung „Adel on Tour“ eröffnet. In der Sonderausstellung wird das Büchlein „Reisetagebücher 1476 – 1569 – 1571“, verfasst 1996 von Günter H. Wiege, gezeigt.

    Allen Reisenden aus der Familie nach Sachsen empfehlen wir den Besuch dieser feinen Sonderausstellung. Grund: Mit jedem Besuch bekunden wir unser Interesse an einer angemessenen Darstellung des „Sächsischen Adels“ in seiner Mitgestaltung und Mitwirkung über Jahrhunderte hinweg des gesellschaftlichen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Lebens dieser Region.

    Dauer der Sonderausstellung: 05. Mai bis 06. Oktober 2013
    Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag: 10:00 – 17:00 Uhr, Sonnabende, Sonntag u. Feiertage: 10:00 – 18:00 Uhr

  • Montage der Votivtafel

    Montage der Votivtafel

    Den „Minckwitz-Felsen“ ziert wieder die Votivtafel für Hermann v. Minckwitz

    30.08.2012: Dank des besonderen Einsatzes von Wolfram, Radebeul, und Herrn Adler, Heimatverein Luisenthal, konnte am 28.08.2012 die Montage der Votivtafel für Hermann v. Minckwitz (F XI05) am „Minckwitz-Felsen“ im Ohratal bei Luisenthal durchgeführt werden. Unser aller Dank und Anerkennung gebührt Wolfram, für seinen selbstlosen Einsatz, seinen zusätzlichen persönlichen Spenden und ständigen Vorortkontrollen. Allen Spendern aus dem Familienverband sei an dieser Stelle nochmals für ihre Spenden besonders gedankt. Mit dieser finanziellen Unterstützung konnte dieses Projekt nunmehr erfolgreich vollendet werden!

    Zeitungsartikel

  • Minckwitzscher Weinberg

    Der v. Minckwitzsche Weinberg

    Dokumentation eines Baudenkmals der Niederlößnitz; zusammengestellt von Mitgliedern des Fördervereins Kulturlandschaft Hoflößnitz e.V.

    Eine Sonderausstellung fand vom 23. März 2001 – 05. Juni 2001 in Radebeul statt.

    „Zuerst möchte ich zum besseren Verständnis vorwegschicken, dass ich in diesem herrlichen romantischen Anwesen den größten Teil meines Lebens (von 1950 – 1983) verbracht habe. Ich erinnere mich in Dankbarkeit an dieses wunderschöne Fleckchen Erde und träume heute noch öfters von dem herrlichen Park und dem romantisch verwilderten Weinberg, der nach der Reblauskatastrophe um 1895 nicht mehr für den Weinbau genutzt werden konnte und in dem wir als Kinder ausgiebig herum toben konnten, Verstecken, Haschen, Indianerspielen, Baumhöhlen bauen usw.. Ich selber pachtete als junger Familienvater ab 1976 eine Parzelle, befreite sie vom wildgewachsenen Flugbaumbestand (Berg-Ahorn) und rebte diese Fläche mit Hilfe und Anleitung von sogenannten „Hobby-Winzern“ der Winzergenossenschaft Meißen-Radebeul mit Müller-Turgau Reben und Traminer wieder auf (ca. 400 Pflanzen). Es war eine Knochenarbeit, die verfallenen Trockensteinmauern wieder zu setzen , den Wildwuchs (ca.15-20 m hohe Bäume) mit Wurzeln zu roden, Treppen anzulegen und ein festes Spalier für die Reben-Hang-Kultur zu erstellen. Es kostete Schweiß, Zeit, Mühe und gute Beziehungen in der ehemaligen DDR.

    In den Genuss der Weinlese bin ich leider nicht mehr gekommen, da eine derartige Anlage erst nach drei bis fünf Jahren zu tragen beginnt. Aber ich war schon ein „Winzergenosse“. Ich war stolz darauf …

    Man bekam ja nirgendwo Elbtalwein zu kaufen, nur wenn man in der Winzereigenossenschaft als Mitglied gemeldet war. Hierzu musste man einen Rebschnitt-Lehrgang mitgemacht haben und eine praktische Prüfung ablegen. Aber das machte ja alles Vergnügen. Es war ja eine erlesene Sache, die nicht jeder mitmachen konnte – eine edle Weinbau-Kunst. Der normale DDR-Durchschnittsbürger sollte sich ja nur am Volkssport beteiligen und vor dem Fernseher verblöden – die DDR-Sender natürlich.

    Nun ergab sich 1983 für mich die einmalige Gelegenheit, meine Verwandten im „Westen“ besuchen zu dürfen. Und von dieser Reise kehrte ich natürlich nie wieder in die Ostzone zurück. Ade mein schön Heimatland, Ihr Reben und und und…. Meine Familie konnte nach „nur“ einem Jahr Trennung nachkommen. Und so verlebe ich meinen zweiten Teil des Erdendaseins in Remscheid – ohne Reben aber mit Familie und vielen Erinnerungen an den v. Minckwitzschen Weinberg, der mich nicht loslassen kann.“


    Quelle:

    Auszug aus einer E-Mail von Herrn Dr. Martin Rietschel an Hans-Kaspar v. Minckwitz, 10. März 2001

    Weinberghaus

    1729 von Dr.C.C.Kober als Lusthaus auf seinem Weinberg erbaut. Es steht in der Achse seines Wohnhauses (Ob.Bergstr.30), verbunden durch eine Treppenanlage. Das Gebäude besteht aus zwei übereinanderliegenden Räumen; im Obergeschoss der kleine Festsaal (7,5 x 7 m) mit je 3 gleichgroßen Fenstern nach allen Seiten, ausgenommen die Eingangsseite, und im Untergeschoss der vermutliche Weinkeller.

    Ins Gebäude gelangt man von Norden her; über eine 16-stufige Sandsteintreppe durch eine Pforte zur ummauerten Terrasse, und dann über die 15-stufige Freitreppe zum Obergeschoss. Links unter dem Treppenpodest befindet sich der Eingang für das um 5 Stufen unter der Terrassenebene befindliche Untergeschoss Tonnengewölbe, für die Beleuchtung und Belüftung mit kleinen Schlitzfenstern versehen.

    Das Dach ist in der Form eines Zeltdaches errichtet, mit Biberschwanz-Doppeldeckung, mit einem auf dem Dachfirst aufgemauerten kleinen Dachreiter mit Blechhaube und Wetterfahne. Inschrift: D.C.C.K.1729

    Der einzige Schmuck des Gebäudes besteht aus der Barockkartusche über der Eingangstür, mit dem Wappen und Monogramm „D.C.C.K.“. Das Wappen soll das Allianzwappen Kobers und seiner 1704 verstorbenen Gattin Friedericke Johanne Sophie, geb.Brendel sein.

    Das Zufahrtstor zum ehem. Weinberg und zum Lusthaus befindet sich seitlich südwestlich vor dem Winzerhaus (Finstere Gasse 5); einfache rechteckige Torpfeiler mit abgeschrägter Fußplatte, eine mit der Inschrift: „D.C.C.K.1713“.

    Ein kleiner Geschichtsrückblick zum v. Minckwitz’schen Weingut in Radebeul

    Das Anwesen wurde 1713 durch Advokat Dr. Caspar Christian Kober erworben, bewirtschaftet und bebaut. Kober errichtete eine Reihe von Gebäuden. Das älteste ist der kleine achteckige Pavillon von 1713. Danach wurde das obere Winzerhaus um 1722 erbaut und zwischen 1724 und 1727 die Gebäude des Weinguts auf der heutigen Oberen Bergstraße. Als letztes- sozusagen krönendes – Bauwerk entstand 1729 das barocke Lusthaus, heute Weinberghaus genannt, auf der Spitze des Berges.

    Das Radebeuler Grundstück befindet sich seit 1853 im Besitz der Familien Hans Friedrich v. Minckwitz (F XIII05) und Ehefrau Elisabeth v. Minckwitz, geb. Gräfin zu Münster. Hans v. Minckwitz (F XIV05 und Ehefrau Margarete, geb. Foss, mit den Kindern Wolfram (F XV01) und Ingrid (F XV02) erbten das Anwesen von Tante Elisabeth vor deren Tod 1953. Unsere Familie verließ 1955 die vormalige Thüringer Heimat und zog nach Radebeul.

    Unsere Eltern und wir, als die nachfolgende Generation, bemühten sich um die Erhaltung und Verbesserung des für uns ungewohnt großen Grundstücks von damals 45.000 m² mit mehrteiligem Wohnhaus und zwei Pavillons – dem kleinen auf halbem Hang – und dem Weinberghaus auf dem Berg.

    Hinzu kam, dass das Hauptgebäude zunächst gänzlich und das Seitengebäude teilweise durch Mieter belegt waren, deren vollständiger Wegzug erst nach Jahrzehnten abgeschlossen werden konnte. Infolge dessen lebte unsere Familie noch lange Zeit beengt im eigenen Grundstück. Erst als die letzten Mieter das Haus verlassen hatten, konnte die Familie meiner Schwester Ingrid und ihre Nachkommen schließlich nach 1990 das Hauptgebäude selbst beziehen.

    Unsere Eltern starben 1972. Aus wirtschaftlichen Gründen verkaufte ich das Seitengebäude 1973 an den Architekten Volker Röhricht und dessen Familie. Im Verlauf der nächsten Jahrzehnte erfolgten durch die Familien meiner Schwester und durch mich schrittweise umfangreiche Sanierungs- sowie Um- und Ausbaumaßnahmen am Wohngrundstück sowie am Pavillon und am Weinberghaus. (Siehe dazu nachfolgend gesonderte Darstellung).

    Der ehemalige Weinberg, oberhalb der Wohngebäude, war seit dem Reblausbefall gegen Ende des 19. Jahrhunderts, nur mit Buschwerk und einigen Obstbäumen bewachsen. Gemäß einer Bodennutzungsverordnung der DDR sollte der Hang künftig wieder dem Terrassen-Weinbau dienen wie schon mehrere hundert Jahre vorher. Wir – meine Schwester und ich – verkauften den größten Teil des Südhangs an die Winzergenossenschaft Meißen. Seitdem bewirtschaften – als deren Pächter – Freizeitwinzer den Berg. Unterhalb meines Weinberghauses besitze ich noch zwei Weinbergterrassen, die ich verpachtete. Die Trockenmauern ließ ich reparieren und es wird auch dort wieder Wein angebaut.

    Das Weinberghaus

    Das barocke Denkmal befand sich um 1985 in einem zunehmend kritischen Bauzustand: Das Dach war undicht. Ziegel fielen herab. Wasser tropfte von der Decke in den Saal. Ein Teil der alten Wetterfahne stürzte zu Boden. Der Putz fiel herab. Die Balkenköpfe des Dachstuhls verfaulten langsam, Schwammbefall wurde festgestellt und der Dachstuhl verlor bereits an Stabilität. Außenputz, Fenster und Simse wiesen Schäden auf. Ich entschloss mich 1987 mit der Sanierung des Weinberghauses zu beginnen. Zu DDR-Zeiten war das schwierig, weil Material knapp war und die wenigen Handwerksbetriebe größtenteils durch staatliche Aufträge gebunden. Dennoch gelang es mir, durch einen benachbarten Dachdecker die begehrten Biberschwanz-Ziegel zu bekommen. Er hatte noch gute Ziegel von Abrisshäusern vorsorglich geborgen. Das Weinberghaus wurde eingerüstet und man begann, Dachstuhl und Dach schrittweise zu reparieren. Der Dachstuhl wurde durch Eisenträger und Holzbohlen stabilisiert, die ich zuvor besorgt hatte. Diese aufwendigen Arbeiten erfolgten durch den Dachdecker unbilanziert, d.h. neben seinen offiziellen Aufträgen und ohne staatliche Materialbereitstellung. Die Arbeiten zogen sich über einen Winter hin, ohne dass das Dach fertig gedeckt war. Eine große Plane sollte Regen und Schnee vom Inneren des Hauses abhalten. Winterstürme rissen die notdürftig befestigte Plane mehrfach herunter. Meine Frau Rita und ich überwanden unsere Angst und bestiegen über eine lange schwankende Leiter das Holzgerüst. Wir zerrten die Plane wieder in die richtige Position und befestigten sie erneut. 1988 wurden die Arbeiten am Dach fertig gestellt. Eine neue Wetterfahne, getreu nach altem Muster angefertigt, zierte fortan wieder die Spitze des Hauses. Zu dieser Zeit konnten wir auch einen Elektroanschluss per Erdkabel zum Weinberghaus fachgerecht in Eigenarbeit realisieren, auch deshalb, weil meine Frau Rita ihre Fähigkeiten als Elektromechanikerin anwenden konnte. Meine Frau, die sich an meiner Seite tatkräftig für die Instandsetzung des Weinberghauses eingesetzt hatte, erkrankte zur Wendezeit plötzlich und verstarb 1990. Sie konnte die Fertigstellung unseres Denkmals nicht mehr erleben…

    Nach 1990 wurden Fördermittel für die weitere Instandsetzung bewilligt. Ich erhielt diese vom Regierungspräsidium Dresden und der Denkmalstiftung Baden-Württemberg. Unter Einsatz zusätzlicher Eigenmitteln konnten weitere Arbeiten erfolgen, wie beispielsweise Schwammsanierung, Außenputz, Erneuerung beschädigter Sandsteinteile, Abdichtungen, Putz- und Stuckarbeiten im Inneren des Hauses, die Farbgebung außen und innen – in Abstimmung mit Fachleuten des Denkmalschutzes. Kosten der Wiederinstandsetzung: gesamt 62.000.- €. Nach Abschluss der Arbeiten am Weinberghaus – einem der ältesten Bauwerke in der Niederlößnitz – erhielt ich 1997 den Bauherrenpreis in der „ Kategorie Sanierung, Rang I“ der Stadt Radebeul, wovon eine Plakette am Eingang zum Saal kündet. Ich bin stolz darauf, dass es mir gelang, das Denkmal vor dem Verfall gerettet und damit der Nachwelt erhalten zu haben.

    Um das Haus einer sinnvollen Nutzung zuzuführen, waren nochmals Investitionen in Höhe von mehr als 70.000.- € nötig. So musste die Wasserversorgung gesichert werden. Die Möbelausstattung des Saals wurde durch einen Tischlermeister angefertigt, eine Kaffeeküche eingebaut, der Sanitärbereich und eine Kläranlage realisiert. Der Bau einer Aussichtsterrasse und die Beschaffung von Gartenmöbeln gestatten es Besuchern, die wundervolle Aussicht über Radebeul, Dresden bis hin zu den Bergen der Sächsisch-böhmischen Schweiz und des Erzgebirges zu genießen. Der Ausbau des schönen tonnenförmigen Weinkellers rundete die Arbeiten am Haus schließlich ab. Seit Ende der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts vermiete ich das Weinberghaus an Wochenenden für gepflegte Familienfeiern, die dem Stil und Charakter des Ortes entsprechen. Ein Gästebuch vermittelt die teils begeisterten Eindrücke der Gäste, die gern hierher kommen. Damit Haus und Umfeld in gutem Zustand bleiben, bedarf es ständigem Engagement und Pflege.

    Ich danke meiner Lebensgefährtin Petra Stiller für Rat und Unterstützung, wann immer es nötig war.

    Verfasser: Wolfram v. Minckwitz, Radebeul, 2010

    Herrenhaus

    Das Herrenhaus Minckwitz, Obere Bergstraße 30

    1713Dr. Caspar Christian Kober, Advokat aus Dresden (geb.1663) ist Besitzer des Weinberg-Grundstückes.
    In diesem Jahr ließ Kober den sogen. Pavillon im westl. Weinberggrundstück nahe der „finsteren Gasse“ errichten. Das Gebäude wurde in der Form eines achteckigen Fachwerkbaues errichtet; innen 3,25 m weit, mit geraden Tür- und Fensteröffnungen. über dem Ziegeldach eine kräftige Kugel mit Kehle und Fußplatte darunter. Oben eine Wetterfahne mit der Inschrift: D.C.C.K.1713
    1714erbaute Kober in seinem Weinberg das Herrenhaus.
    1724Bau des Winzerhauses über der Höhe seines Weinberges (s.Winzerhaus).
    1729entstand das Berg- und Lusthaus auf der Weinbergshöhe (s.Berghaus).
    1731ließ Kober in der Kirche zu Kötzschenbroda ein Betstübchen mit Erbbegräbnisstätte für seine Familie errichten, und seine 1704 verstorbene Ehefrau dorthin überführen.
    1738stirbt Dr. C.C.Kober. Sein Sohn Gerhardt Salomon Kober übernimmt im Erbgang den Besitz.
    1753stirbt Maria Anna verw. Dr. Kober, zweite Ehefrau des Advokaten.
    1787Besitzwechsel an Friedrich Magister Weinart und Frau Johanne Soph. Erdmuthe verehel. Finanzprocurator Weinart.
    1812Baron von Müller ist neuer Besitzer.
    1829Wilhelmine Charlotte von Bredow hat den Besitz übernommen.
    Freiherr von Bredow unternahm hier im Grundstück erste Versuche der Herstellung von Schaumwein aus Lößnitzer Trauben.
    1835Advokat Schöne aus Dresden ist neuer Besitzer des Grundstückes.
    1853Frau Henriette v. Minckwitz ist Besitzerin des Grundstückes.
    Friedrich Heinrich verm. Kammerherr v. Minckwitz (1854 lt. Schubert).
    1877erfolgte der Anbau des westl. Flügels an das Herrenhaus.
    1886wurden infolge der Reblauskatastrophe (seit 1885) im Minckwitz’schen Weinberg über 3000 infizierte Stöcke ausgerottet und vernichtet; seitdem verwilderte der Weinberg vollkommen.
    1897Hans v. Minckwitz, Oberförster in Moritzburg, später Kammerherr und Forstmeister hat den Besitz übernommen.

    Winzerhaus

    Das Minckwitz’sche Winzerhaus, Finstere Gasse 5

    1724erbaut von Dr. C.C.Kober für den Winzer seines Weinberges.
    Die Besitzerfolge ist die gleiche wie die des Herrenhauses, erst im 20. Jahrh. wurde dieses vom Minckwitz´schem Besitz abgetrennt.
    1933kaufte Oswin Erdmann, der langjährig bei der Fam. Minckwitz als Gärtner angestellt war, das alte Winzerhaus. Im Volksmund hieß das Geb.“Haus Erdmann“.
    Seit dieser Zeit befindet sich das abgetrennte Winzerhaus-Grundstück im privaten Besitz.

    Das alte Winzerhaus bestand aus Wohnhaus und Nebengebäuden; ein schlichter Bau mit teilw. massivem Erdgeschoß von 2,3 m lichter Höhe und verschaltem Fachwerk-Obergeschoß, rechteckige Grundform mit Anbauten an der nördl. hinteren Langseite für den Backofen und einen Wirtschaftsraum. Das Dach wurde als hohes Vollwalmdach mit Ziegeldeckung errichtet.

    In der südwestlichen Bruchsteinumfassungsmauer vor dem Haus war eine gerade ummauerte typisch Lößnitzer Weinbergstür eingefügt. Zum Türsturz wurde eine alte Sandstein-Zaunsäule mit Rille verwendet, mit der Inschrift: „D.C.C.K.1724“.

  • 100. Geburtstag unserer Seniorin

    100. Geburtstag unserer Seniorin

    Gedanken zum 100. Geburtstag unserer Seniorin Gabriele v. Minckwitz

    Gedanken zum 100. Geburtstag
    unserer
    Seniorin Gabriele v. Minckwitz, geb. v. Schlebrügge,
    geboren am 19. Januar 1906

    Die Gesamtfamilie gratuliert ihrer Seniorin von ganzem Herzen zum 100. Geburtstag verbunden mit den aufrichtigen Wünschen für eine befriedigende Gesundheit und besonders reichliche Lebensfreude in aller Zukunft.

    Auch als euer Verbandsvorsitzender bleibe ich Sohn dieser meiner geliebten Mutter. Daher seht es mir nach, wenn ich eine sehr persönliche und emotionale Hommage verfasst habe

    Gabriele v. Minckwitz im Sommer 2005 (Omi)

    Liebe Mutter,

    eine bewegte Geschichtsepoche begleitete Deine so bemerkenswerte Lebenszeit von hundert Jahren, in der Du uns als beispielgebende und lange Zeit als alleinerziehende Mutter umsorgt und in jeder Lebenslage gefördert hast. Deine Lebensauffassung lässt sich durch eine bewusste Selbstlosigkeit gepaart mit großer Bescheidenheit, doch immer fest in den Wertvorstellungen von Treue, Nächstenliebe, Anstand, Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit charakterisieren.

    Du bist geboren in Berlin und aufgewachsen in Friedrichsfelde, Krs. Ortelsburg, (Ostpreußen). Später in der eigentlichen Jugendheimat Treten (Pommern), gemeinsam mit Deinem Bruder, stand in einem gestrengen Elternhaus ganzheitliche Bildung stets im Vordergrund Eurer Jugend.

    Ganzheitliche Bildung bedeutete seiner Zeit, Wissen mit menschlicher Ausformung zu einer lebensgefestigten Persönlichkeit anzustreben.

    Den hohen Ansprüchen der Eltern galt es, im Privatunterricht, Lyzeum in Stolp, später in einem höheren Töchterheim in Eberwalde und den Prüfungen vor öffentlichen Gremien zu genügen. Wie gründlich diese Schulausbildung war, erlebten wir als Deine Kinder hautnah, aber auch Deine Enkelkinder fanden in Dir stets eine fundierte Lernunterstützung. Dies ist besonders bemerkenswert im Lichte der vielen Experimente im Bildungswesen nach dem II. Weltkrieg.

    Durch Deine herausragende hauswirtschaftliche Ausbildung im Lettehaus in Berlin wurdest Du für eine große Lebensaufgabe als Kinderpflegerin sowie zur Gründung einer eigenen Familie vorbereitet. Kaum abgeschlossen erblickte Dich unser Vater, der als Forstassessor dem Forstamt Treten zugeteilt war. Er sah Dich und kannte Dich nur als eine scheue aber sehr anziehende Frau, die über Gartenbeete flüchtende Tochter seines Chefs und Leiters des Forstamts Treten. Wenige Monate später hielt er um Deine Hand an, und es begann für euch wohl eine auf großem Vertrauen und liebevoller Zuwendung gegründete glückliche Ehe.

    Getreu folgend, gründetet ihr gemeinsam euren ersten, eigenen Hausstand in der Oberförsterei Wanfried, Papas erste Stelle als junger Forstmann. Aufgrund der uns allen noch erinnerlichen besonderen gegenseitigen Zuneigung konnte es nicht ausbleiben, dass sich ein großer Kindersegen einstellte. Glücklich und gesund wurden dort Deine ersten drei Kinder Hans-Kaspar (1927), Gabriel(28) und Nikolaus(29) geboren. Denen sollten in der nächsten Forstamtsstelle in Massin weitere drei folgen, Rembert(35) und die Zwillinge Horst & Jörg(38). Mit Deinem Einfühlungsvermögen und Organisationstalent hast Du neben den Verpflichtungen an der Seite Deines Mannes als Forstamtsleiter uns alle mit viel Liebe und Zuwendung beschützend erzogen. Bis dann bereits im Kriege als Nachzügler unsere Schwester Ute(43) in Gumbinnen folgte. Uns allen ist erst später bewusst geworden, wie Deine Art der Begleitung neben all den Sorgen uns zu sehr lebensfertigen Menschen geformt hat. Deine beispielhafte Haltung ist wohl der Urquell unserer tiefen Verbundenheit in Dankbarkeit mit Dir.

    Vielleicht ist Dir die Entwicklung Deiner Kinder bis zum heutigen Tage ein besonderer Lohn und sichtbare Anerkennung Deiner Lebensleistung. Dies wiegt umso gewichtiger, da Du diese schwere Aufgabe während und nach dem II. Weltkrieg ohne Unterstützung Deines geliebten Mannes, unseres Vaters, bewältigen musstest.

    Naturgemäß wäre über die zeitgeschichtliche Veränderung in Deiner Betroffenheit während des letzten Jahrhunderts, wie I. Weltkrieg, Wirren danach mit Ende der Kaiserzeit, Weimarer Republik und Inflation, zu berichten. Die unrühmliche Periode des 3. Reiches mit all den Konsequenzen war für Dich und Deine Familie am Ende in eine völlig ungewisse Zukunft mit Flucht und Nachkriegsproblemen. Dann der Neuanfang in Schleswig-Holstein, völlig auf Dich gestellt, das Herumschlagen mit den Schulen, die Ausbildungsstätten Deiner Kinder finden, die Entlassung der Ältesten in die Berufswelt. Der Umzug nach Darmstadt und der Kauf des Reihenhauses bestimmte Deinen heutigen Lebensmittelpunkt.

    Mit Würde und Haltung hast Du alle auf Deinem Lebensweg erlittenen, schmerzhaften Schicksalsschläge getragen und blicktest stets in großer Disziplin nach vorne.

    Neben all diesen Widrigkeiten konnte man zu jeder Zeit mit Dir das Zeitgeschehen kritisch und offen diskutieren. Deine Aktualität und Sachkenntnis waren immer wieder verblüffend und begeisternd zugleich!

    Festzuhalten gilt, dass Du jede Phase dieser Zeitabschnitte in bestechender Weise und mit unermüdlichem Einsatz gemeistert hast. Dies bedingt unser aller Anerkennung und Bewunderung in immerwährender Dankbarkeit.

    Geliebte Mutter, heute umgeben Dich noch sechs Kinder mit fünf Schwiegerkindern, Du bist 18-fache Großmutter und kannst auf eine Schar von 30 Urenkeln blicken. Gemeinsam mit Dir bildet Deine durch Dich begründete Sippe fast Zweidrittel der Gesamtfamilie derer v. Minckwitz. Ich möchte Dir sagen: Du kannst mit großem Stolz auf Dein Lebenswerk und Deine Leistungen zurückblicken. Wir als Deine Kinder mit eigenem Anhang verehren eine geliebte Mutter, eine bemerkenswerte, großartige Frau, Schwiegermutter, Groß- und Urgroßmutter.

    Dem Schöpfer sei Dank für diese Deine Begleitung durch unser Leben bis zum heutigen Tage, und er möge Dir weiterhin ein Leben bei zufriedenstellender Gesundheit mit viel Freude und Sonnenschein schenken.

    Im Namen des Familienverbandes v. Minckwitz
    Dein getreuer Sohn

    Lichtenbusch, den 19. Januar 2006

  • 70. Geburtstag von Herrn Leitner

    70. Geburtstag von Herrn Leitner

    Glückwünsche der Familie von Minckwitz

    Die Familie v. Minckwitz wünscht Ihnen, sehr verehrter Herr Leitner, von Herzen für Ihre weiteren Lebensjahre eine gesegnete Gesundheit gepaart mit der Energie, die für Ihr Wirken erforderlich ist, um noch zahlreiche so großartige und nachhaltige Restaurierungen von historisch wichtigen Schriften erarbeiten zu können.

    In Dankbarkeit und im Namen der Gesamtfamilie

    Horst v. Minckwitz
    Verbandsvorsitzender

  • 650 Jahre Stadtrechte Sonnewalde

    650 Jahre Stadtrechte Sonnewalde

    Bericht über den Besuch in Sonnewalde
    am 14. August 2004

    Anlässlich der Feierlichkeiten „650 Stadtrechte Sonnewalde“ mit dem historischen Stadtspiel über „Nickel von Minckwitz“.

    Angezogen durch die mittelalterliche Ausrichtung der Feierlichkeiten „650 Jahre Stadtrechte Sonnewalde“ und dem angekündigten Stadtspiel über Lebensszenen von Nickel von Minckwitz nahmen auf Einladung der Bürgermeisterin, Frau Neisser, Monika, Herma, Nicco, Volker und ich an diesem Ereignis teil. Zu meiner besonderen Freude war Nicco mit Roderick Hinkel (Schloss Börln) angereist.

    Beeindruckt von der aktiven Mitwirkung aller Bürger der Großgemeinde Sonnewalde, die in selbstgeschneiderten Kostümen den mittelalterlichen Rahmen prägten, begrüßte uns die Stadt bereits bei unserer Anfahrt.

    Schon ab 11 Uhr früh lud ein typisch-historischer Markt auf dem ehemaligen Schlossgelände Sonnewalde zu makaberen Spielen ein und bot vielerlei Handwerkliches zum Kauf an.

    Begrüßung durch Frau Heiße und Bürgermeisterin, Frau Neisser

    Unverhofft wurden wir bereits auf dem Marktplatz von einer Dame mit vollem Namen angesprochen. Es war die Initiatorin und Mentorin des Stadtspiels, Frau Heiße, die sich – wie sie es ausdrückte – ob unseres Erscheinungsbildes – nicht täuschen könne, dass nur wir die v. Minckwitze sein könnten. Sie, die sich mit dem Stadtspiel so sehr persönlich identifizierte, zeigte große Freude, uns begrüßen zu dürfen. Zudem zeigte sie ihre besondere Begeisterung über Niccos Teilnahme, eines Vornamensträgers unseres Vorfahren Nickel von Minckwitz.

    Engagiert in der Wahrnehmung ihrer Pflichten lernten wir kurze Zeit später die Bürgermeisterin, Frau Neisser (Bild Mitte), kennen. Sie hatte sich auch in einem bezaubernden, mittelalterlichen Kostüm ihren „Untertanen“ angepasst. Persönlich dankte sie mir für unser Kommen und war sehr angetan über die unterstützende Zusammenarbeit in der Vorbereitung dieser festlichen Woche.

    Bürgermeisterin Frau Neisser (Bild Mitte).

    Der Umzug

    Der Heimatforscher und Schöpfer der Heimatstube von Sonnewalde, Herr Ziegler, führte sehr sachkundig in die bewegte Geschichte und die mehr als 650-jährige Entwicklung von Sonnewalde ein. Im Anschluss und als Anerkennung für seine langjährige Zusammenarbeit, für die unser ehemaliger Familienforscher G. Wiege sehr dankbar war, überreichte ich ihm ein Linienbuch der Breitenhainer. Mit sichtlicher Freude dankte er mit dem Bemerken, dass die Familie von Minckwitz in der Zeit auf Sonnewalde einen bedeutenden Einfluss genommen hat.

    Herr Ziegler bei seiner Einführung in die Geschichte von Sonnewalde.
    Szenen der Geschichte von Sonnewalde.

    Bei herrlichem Sonnenschein begann gegen 14 Uhr ein 80 Wagen und Gruppen umfassender Umzug, der zum Thema die 650-jährige Geschichte Sonnewaldes in Szenen und Bilder darstellte. In diesem Umzug spürte man förmlich das gemeinschaftsfördernde Engagement aller Bürger der Großgemeinde, sei es als Zugteilnehmer und Ausgestalter der Themenwagen oder als begeisterter Zuschauer am Rande der Hauptstraße durch Sonnewalde. Kräftige Böllerschüsse vor der ehemaligen Schlossanlage ließen uns recht zusammenzucken, um uns alle zum Stadtspiel einzuladen.

    Der Wolkenbruch

    Zwischenzeitlich verdunkelten sich die Wolkenformationen am Himmel, die wenig Gutes vermuten ließen. Kaum Platz genommen, ereilten uns erste Regentropfen, die sich zu einem heftigen Platzregenschauer entwickelten.

    Nach kurzer Verzögerung arrangierte sich jeder mit der Trocknung seines Sitzes und das Spiel konnte beginnen. Am Ehrentisch versammelte sich mit uns das Ehepaar Graf Solms – Nachbesitzer des Schlosses Sonnewalde – mit seinen drei Töchtern.

    Zuvor wurde ich durch die Initiatorin, Frau Heiße, um mein Grußwort gebeten.

    Grußadresse

    Horst v. Minckwitz bei seiner Rede, rechts im Bild: Frau Heiße.

    Ich überbrachte folgende Grußadresse:

    „Es ist mir eine große Ehre und Freude zugleich, Ihnen die Grüße des Familienverbandes „von Minckwitz“ entbieten zu dürfen.

    Es ehrt uns außerordentlich und wir sind der Stadt Sonnewalde und besonders Ihnen, verehrte Frau Heiße, als Mentorin und Initiatorin, sehr verbunden, dass zu dem festlichen Anlass „650 Jahre Stadt Sonnewalde“ eines bemerkenswerten Vorfahren unserer Familie in einem historischen Stadtspiel gedacht wird.

    Diese Reminiszenz ist zudem eine nachträgliche Hommage an meinen verstorbenen Schwager, Günter Wiege, der in einer „Edition Historica“ über „Nickel von Minckwitz – Ein Renaissanceleben“ in Form eines Dialoggespräches dessen Lebensform und Wirken aufgehellt hat.

    Für einen Nachkommen in der 12. Generation stellt sich mein Ahne, Nickel von Minckwitz, als eine besondere Persönlichkeit der Hochrenaissance dar, die sich als überzeugter Protestant durch ausgezeichnete Bildung, Weltoffenheit, Gerechtigkeitssinn und feste Wertbeziehungen sowie unbändigen Tatendrang charakterisieren lässt.

    Bereits in jener Zeit – man mag es kaum vermuten – war sein weitsichtiger Vater – Ritter Hans II auf Sonnewalde ab 1481 – bemüht, seinen vier Söhnen eine gute Bildung widerfahren zu lassen, um sie auf die ministralen Dienste bei Hofe vorzubereiten.

    Wie sich doch die damaligen Herausforderungen mit denen unserer heutigen Zeit decken!

    Nickel muss eine gewinnende, diplomatische Art besessen haben, denn er war an den Fürsten- und Königshäusern von Böhmen, Sachsen, in Braunschweig, Mecklenburg, Kassel, München, Paris, Königsberg und in Krakau ein gern gesehener Gast. Zudem pflegte er gute Verbindungen zu den Huttens, Sickingens und natürlich auch zu Luther.

    Als weitgereister Unterhändler hat er in unterschiedlichsten, diplomatischen Missionen verschiedenster Auftragsgeber durch seine Sprachgewandtheit gediegenen Einfluss auf die geschichtliche Entwicklung seiner Zeit genommen.

    Auf Sonnewalde hat er tatkräftig den Ausbau des Schlosses betrieben, indem er den etwas heruntergekommenen Herrensitz zu einem stattlichen und recht wehrhaften Wasserschloss umgestaltete.

    Ich will es bei dieser skizzierten Biographie von Nickel von Minckwitz bewenden lassen und dem Spiel weder Inhalt noch Spannung vorwegnehmen.

    Ihnen, sehr verehrte Frau Bürgermeister, möchte ich nochmals für die freundliche Einladung im Namen aller anwesenden Familienmitglieder herzlichen Dank sagen.

    Dem historischen Stadtspiel mit der Initiatorin, Frau Heiße, und allen Mitwirkenden wünsche ich einen erfolgbringenden Verlauf und uns viel Freude an diesem historischen Schauspiel!“

    Das Stadtspiel

    Danach wurde das Stadtspiel durch den Herold angekündigt und mit hinführenden, geschichtlichen Anmerkungen auf die sieben Bilder des historischen Stadtspiels eingeführt. Der Bogen des Spiels spannte sich über typische Ereignisse im Schloss und eine familiäre Szene mit Vater Ritter Hans II (B II) mit seinen vier Söhnen (B III 01, 04, 05 und 06), in der der Vater seinen Stolz über die wohlgeratenen Söhne lobend bemerkt und in der ein Bote die Probleme des alten Queiss vorbringt.

    Der Einzug zum Hochzeitsfest von Nickel von Minckwitz

    Dies begründete bekanntlich den Ritt nach Fürstenwalde von Nickel am 7. Juli 1528 gemeinsam mit 60 bewaffneten Reitern um dem Recht des Queiss beim Bischoff nachzuhelfen; zumal dieser katholisch war! Das nächste Bild zeichnet das Eindringen in Fürstenwalde, um den Bischof zu ergreifen. Doch wie bekannt, entzog sich dieser in Frauenkleidern durch ein Nebentor seinen Häschern. Im Bild 5 wird dann durch Nickels Ehefrau Kunigunde die Acht und Vogelfreiheit ihres Gatten beklagt.

    Das finale Bild 7 zeichnet die Szene im Schloss zu Cölln an der Spree beim Kurfürsten Joachim von Brandenburg nach, in der Nickel die Vorhaltungen seiner schändlichen Taten gemacht werden, die Auflagen erklärt werden und er durch den Kniefall seine Abbitte demonstriert und daraufhin Vergebung erlangt.

    Es war mit besonderer Freude festzustellen, wie alle Laienspieler mit großem Engagement die Szenen sehr realistisch darstellten und sichtbare Freude am Spiel hatten.


    Die Überraschung

    Die beiden Nickel von Minckwitz.

    Nach anhaltendem Applaus der Zuschauer und Dank an alle Mitwirkenden durch Frau Heiße kam der von ihr langersehnte Überraschungsauftritt mit Nicco. Gekonnt – in die Rolle von Nickel von Minckwitz springend – wies er sich durch Aufzeigen seines Ausweises als echter Nikolaus v. Minckwitz, Vaterstetten, aus. Er dankte für diese Ehrung und beglückwünschte die Initiatorin mit allen Mitwirkenden für die beeindruckende Darstellung und Aufführung dieses historischen Stadtspiels über „Nickel von Minckwitz“.

    Wir rundeten diesen erlebnisreichen Tag mit einem gemütlichen Abendessen im Gasthaus „Zum Preußen“ zu Sonnewalde ab.

    H. v. Minckwitz

  • Stuckwerkstatt Schloß Trebsen

    Stuckwerkstatt Schloß Trebsen

    Das Schloß Trebsen,
    gebaut von Hans III v. Minckwitz

    Jugend und Umwelt – Frankfurter Allgemeine Zeitung – 14.04.2003, Nr. 88, S. 44
    In einem Sonderdruck der F.A.Z., geschrieben von polnischen Jugendlichen. (Veröffentlicht mit Genehmigung der FAZ.)

    Im Rittersaal ist jetzt die Stuckwerkstatt

    Im Schloß Trebsen bei Grimma werden Handwerker weitergebildet/DBU-Förderung.

    Das Schloß Trebsen – unweit des sächsischen Grimma gelegen – macht nur von außen und auf den ersten Blick keinen besonders gepflegten Eindruck. Graue Gebäude, wenig Grün – das Jahrhunderthochwasser der Mulde hat seine Spuren hinterlassen. „Von 1161 an war hier der Rittersitz von Heinrich I. zu Trebsen. Anschließend wechselten über die Jahrhunderte mehrfach die Besitzer. Zu den letzten Eigentümern gehörte die Familie von Zimmermann, die im Jahr 1945 das Schloß verlassen mußte“, sagt Uwe Bielefeld Geschäftsführer des Fördervereins für Handwerk und Denkmalpflege Schloß Trebsen. „Am Ende des Zweiten Weltkriegs plünderten Amerikaner und Russen das Anwesen. Bis 1948 fanden hier Umsiedler und Vertriebene eine Unterkunft. Zu DDR-Zeiten und noch bis 1992 wohnten im Schloß 16 Familien zur Miete. Auch befanden sich dort ein Feuerwehrdepot und eine Heimatstube.“

    Heute ist die Stadt Trebsen der Besitzer. Den Unterhalt bestreitet der Förderverein nicht nur durch kulturelle Ereignisse und Bildungsveranstaltungen. Vielmehr betreibt er das Schloß als Internat für Lehrlinge, als Herberge für Wanderer und fungiert als Hausherr für verschiedene Einrichtungen der Handwerkskammer zu Leipzig, unter ihnen Werkstätten und das 1995 mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und Umweltzentrum. Wie Klaus Sühnel, Leiter des Umweltzentrums, sagt, berät die Einrichtung unentgeltlich zu allen Fragen des Umweltschutzes sowie des Energiesparens und veranstaltet in den Räumen des Schlosses zahlreiche Schulungen für Handwerker, unter denen sich auch polnische Gäste befanden. In den Werkstätten im Schloß erfolgt die Weiterbildung der Handwerker auf dem Gebiet der Denkmalpflege beider Länder, damit sie die traditionellen Techniken der Restaurierung an Denkmälern ausführen können.

    Die Malerwerkstatt befindet sich im ehemaligen Kuhstall, die Stuckwerkstatt im früheren Rittersaal. Wir treffen auf Cornelius Hugh, Auszubildender aus Dresden. Er traf die Entscheidung, sich zukünftig mit Leib und Seele der Fachrichtung „Restaurator im Handwerk“ zu widmen, weil ihn die alten Techniken faszinieren. Sein Vater ist Malermeister, und Cornelius erhält hier eine ergänzende Ausbildung. Das Ergebnis der Entwürfe kann man in einer Ausstellung bewundern. Dort befindet sich auch eine beeindruckende Figurensammlung aus Zinn, die Szenen aus dem Mittelalter darstellt.

    Auf dem Hof des Ritterguts ist Gelegenheit, eine Putzfibel mitsamt Putzwerkstatt zu besichtigen. Es gibt 38 Beispiele zu sehen, die historische Putzstrukturen vom Mittelalter bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts darstellen. Restaurator im Handwerk Bernd Bubnick zeigt uns die früheste Form – darunter zum Beispiel Pieta rasa aus dem 11. Jahrhundert und altdeutschen Kellenziehputz vom Anfang des l3. Jahrhunderts.

    Aleksandra Skarupska, Joanna Serweta, Pawel Zablocki, Lukasz Bosak, Adam Bednarek

  • Restaurierung Epitaph Lindenau – Dankesnote

    Die Restaurierung des Epitaphs von Lindenau

    Dankesnote aus Lindenau

    14.12.2002, Lindenau — Dietmar Heinze schreibt im Namen der Gemeinde und des Heimatvereins Lindenau/OL e.V. in unser Gästebuch (Anmerkung: Die Funktionalität des Gästebuches wurde aus Gründen der Etikette zwischenzeitlich auf unserer Seite entfernt.).

  • Restaurierung Epitaph Lindenau – Geschenk

    Die Restaurierung des Epitaphs von Lindenau

    Ein Geschenk für die Lindenauer Kirche

    03.12.2002, Lindenau — Artikel der Lausitzer Zeitung mit dem Titel »Ein Geschenk für die Lindenauer Kirche – Familie v. Minckwitz der Tradition verpflichtet«. Weitere Informationen findet Ihr im Schmankerl 14.

  • Restaurierung Epitaph Lindenau – Enthüllung

    Die Restaurierung des Epitaphs von Lindenau

    Das Epitaph ist wieder an seinem Platz!

    03.12.2002, Lindenau — Epitaph aus dem Jahre 1708 erstrahlt 294 Jahre (in Worten: zweihundertvierundneunzig) nach seiner Erstellung in neuem Glanz! Am 01.12.2001 wurde es anlässlich eines feierlichen Familiengottesdienstes in der Heilandskirche enthüllt und übergeben. Wir warten gespannt auf Bilder und Berichte der Familienvertreter, die am ersten Advent vor Ort waren.

  • Restaurierung Epitaph Lindenau – Projektfortschritt

    Die Restaurierung des Epitaphs von Lindenau

    Weiterer Fortschritt im Projekt der Epitaph-Restaurierung

    21.11.2002, Darmstadt — Auch, wenn es unglaublich klingt! Es wird eine weitere Verbesserung der Darstellung des restaurierten Epitaphs angeboten! Und die ist absolut sehenswert!

    Das erreichte Ergebnis zeigt eindrucksvoll die professionelle Arbeit von Jörg v. Minckwitz! Hiermit bekunden wir unser aller Anerkennung für diese besondere Leistung. In mühseliger und extrem aufwändiger Arbeit ist das Epitaph von seinem Urzustand Schritt für Schritt zu diesem Schmuckstück gemacht worden. Einzelne Schritte können im Schmankerl 14 nachgelesen werden. Ein Vergleich, insbesondere mit dem Ausgangszustand, lohnt sich und vermittelt einen Eindruck von der vollbrachten Leistung!

    Es ist schon etwas Besonderes, das miterleben zu dürfen: Das Epitaph aus dem Jahre 1708 erstrahlt 294 Jahre (in Worten: zweihundertvierundneunzig) nach seiner Erstellung in neuem Glanz! Dieses haben wir Günter H. Wiege und Jörg v. Minckwitz und den von ihnen hinzugezogenen anderen Projektbeteiligten zu verdanken!

  • Restaurierung Epitaph Lindenau – Ereignisse

    Die Restaurierung des Epitaphs von Lindenau

    Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

    12.11.2002, Lindenau/Oberlausitz — Das mit großem Aufwand (ca. 15.000 €) restaurierte Epitaph wird anlässlich des Familiengottesdienstes am 01.12.2002 – ersten Advent – in der evangelischen Kirche von Lindenau in der Oberlausitz feierlich enthüllt und übergeben.

    Das hölzerne Epitaph (von 1708) ist dem ehrenden Gedenken von Loth Gotthard v. Minckwitz (*1611 †1678), dem Erbauer der Kirche, gewidmet.

    Die Arbeiten umfassten:

    • Beseitigen des Holzwürmerbefalls,
    • Ersatz fehlender Teile,
    • Sicherung der Substanz,
    • Wiederherstellung der Widmungsschrift – farbliche Gestaltung.

    Anlässlich des Familientreffens 2002 in Gifhorn wurde das Epitaph in seinem restaurierten Zustand der Familie gezeigt.

    Neben Günter H. Wiege, unserem Genealogen, der dieses wertvolle Stück entdeckt (siehe hierzu auch Schmankerl 1 vom 01.08.1995) und sich des Projektes mit großem Engagement angenommen hat, gebührt ein besonderer Dank Jörg v. Minckwitz, Darmstadt, der die handwerklichen Arbeiten vorgenommen hat.

    Unterstützt wurde er dabei von professionellen Schriftenmalern und Holzschnitzern.

    Die Kirche wurde, nach Grundsteinlegung durch Loth Gotthard v. Minckwitz, 1668 errichtet. 1670 wurde, laut Inschrift am Heilandsaltar, der sehr sehenswert ist, die Kirche eingeweiht.

    Aus dem 17. Jahrhundert stammt die Kanzel sie besteht aus einem vieleckigen Korb auf einer Säule. Der 8-eckige Taufstein entstand ebenfalls im 17. Jahrhundert. Das Eckgrabmal von Gottlob Ehrenreich v. Minckwitz wurde aus Marmor und Sandstein geschaffen.

    1984 rekonstruierte man den Dachreiter, die Kugel und Wetterfahne wurden vergoldet. Bei der Rekonstruierung fand man die Gründungsurkunde.

    Das links neben dem vorstehenden Text gezeigte Bild der Heilandskirche Lindenau/OL ist ein Ausschnitt aus dem Foto der Kirche mit Torhaus (siehe unten) vom Fotografen Ehrenfried Wohlgezogen von 1993, veröffentlicht in „Schlösser und Gärten der Mark – Lindenau“, ISBN 3-87584-510-2, Deutsche Gesellschaft e.V., „Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark“. Wir zeigen das Bild mit freundlicher Genehmigung vom Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark.

    Und hier findet Ihr den Kirchenflyer.

    Lindenau hat heute ca. 890 Einwohner und einige Sehenswürdigkeiten, von denen einige im folgenden beschrieben werden.

    Schloss – Lindenau

    Es wurde um ca. 1584 durch Lothar v. Minckwitz erbaut. Der in der Hofseite befindliche große Treppenturm wurde erst 1609 angebaut. Zwischen 1720 und 1730 wurde zum Garten hin die beiden Flügel angebaut, sodass nun eine repräsentative Dreiflügelanlage entstand.

    Das Schloss ist eines der prachtvollsten und großartigsten Renaissanceschlösser im südlichen Teil des Bundeslandes Brandenburg. 1891 kam Graf Alexander zu Lynar in den Besitz des Schlosses und nahm ungefähr bis 1920 Veränderungen vor.

    Bis 1945 war Graf Wilhelm Besitzer des Schlosses. Nach der Bodenreform wurde es Gemeindebesitz. Erneuerungen fanden in den Jahren 1976/77 und 1983/84 statt. Das Schloss ist umgeben von einem ca. 23 ha großen Landschaftspark. Ab 1951 ist im Schloss bis zur jetzigen Zeit ein Kinderheim untergebracht worden.

    Schlosspark – Lindenau

    Der Park ist ca. 23 ha groß, steht unter Denkmalsschutz und hat barocke holländische Gartenbaukunst vorzuweisen (entstanden 1820 – 1850). Er ist im Osten und im Westen von der Pulsnitz und ihren Nebenarmen begrenzt. Die Vielfalt der dort ansässigen Pflanzenwelt erstaunt nicht nur Naturliebhaber.

    Torhaus mit Kirche 1993 (Foto links, Ehrenfried Wohlgezogen, „Schlösser und Gärten der Mark – Lindenau“ Seite 22, veröffentlicht durch „Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark“) und Marktplatz (Foto rechts), Lindenau/OL

  • Ehrung Günter H. Wiege

    Ehrung für Günter H. Wiege

    12.10.2002, Gifhorn — Günter H. Wiege, unser Genealoge, erhielt anlässlich des Familientreffens 2002 eine Urkunde für sein Engagement im Bereich der Familienforschung, das eine Vielzahl von Publikationen hervorgebracht hat, die unter „Literatur“ und unter „Schmankerln“ gefunden werden können! Der Umfang der Publikationen belegt nachdrücklich, welch wertvolle Arbeit Günter H. Wiege für die Familie geleistet hat. Es ist dabei kaum zu ermessen, wie viele Telefonate, Schreiben, Reisen notwendig waren, um all dies zusammenzutragen. Allein das Studium der vorhandenen und entdeckten Dokumente wurde oft genug zu einer Spezialistenarbeit: alte Schriften (z.B. Sütterlin), altes Deutsch und die bekannten Schwierigkeiten im Lesen von Handschriften kamen zusammen und machten die Arbeit zu einem unvorhersagbaren Vorgang.

    Danach folgt dann die akribische Puzzlearbeit, all das Gefundene zu dem zusammenzusetzen, was heute verfügbar ist. Ihm gebührt dafür unser Dank und unsere Anerkennung. Mit der überreichten Urkunde dokumentieren wir dies und machen unsere Wertschätzung für alle sichtbar.

  • Restaurierung Epitaph Lindenau – Vorstellung

    Die Restaurierung des Epitaphs von Lindenau

    Die Restaurierung ist abgeschlossen!

    Familientag „Familienverband von Minckwitz“ vom 10. bis 12.10.2002 in Gifhorn — Das restaurierte Epitaph aus Lindenau wurde am 12.10.2002 anlässlich des Galadiners des Familientreffens 2002 feierlich enthüllt und der Familie vorgestellt. Entdeckt wurde es durch unseren Genealogen Günter H. Wiege. Es wurde von Jörg v. Minckwitz restauriert und wieder instand gesetzt (siehe Foto Mitte). Die weiteren Fertigstellungsstufen sind rechts daneben dokumentiert. Das letzte Foto rechts stammt aus dem November 2002!

    Inschrift:
    Der HochWohlEdelgebohrne Gestrenge Veste und Hochbenambte Herr Loth Gotthardt v. Minckwitz auf der Herrschaft Drehna Lindenau und Tetta Chur und Fürstl Durchl zu Sachsen bestalter Rath und Landeshauptmann in Niederlausitz ist gebohren zu Lindenau den 11. Februar Anno 1611 in Dreßden sel. verstorben den 9. Februar: Aò 1678 und hat Sein ganßes Leben gebracht auf 67 Jahre weniger 2 Tage.

  • Forstmeisterfamilie v. Schlebrügge

    Die Forstmeisterfamilie v. Schlebrügge

    Das Bild ist 1915 im Forstamt Treten Kreis Rummelsburg in Hinterpommern entstanden. Gabriele (Froschi) ist hier als Neunjährige zu sehen.
    v. Schlebrügge ist kurz vor dem ersten Weltkrieg vom Forstamt Friedrichsfelde in Ostpreußen nach Treten gewechselt.

    Auf dem Bild zu sehen sind (von links nach rechts, hintere Reihe zuerst):

    hintere Reihe: Gabriele (Ella) v. Schlebrügge, geb. v. Jouanne, Mutter von Gabriele, Ursula und Rembert, die in der vorderen Reihe zu sehen sind, *1879 Malinie †12.1.1956 Barlohe. Ihr Ehemann war Forstmeister.
    Ernst Worzewski, Oberstleutnant, *1863 Hagenort †1920 Einbeck, Ehemann der Schwester von Gabriele (Ella) v. Schlebrügge.
    Waldtraut (Traudel) Worzewski, *1898 Krotoschin †1972 Hannover, war verheiratet mit Oberst v. Bierbrauer zu Brennstein – Tochter von Ernst Worzewski
    vordere Reihe: Gabriele v. Minckwitz (im Alter von 9 Jahren, genannt Froschi)
    Ursula v. Schlebrügge, Schwester von Gabriele (Froschi), *1907 Friedrichsfelde †1941 Eberswalde
    Rembert v. Schlebrügge, Bruder von Gabriele und Ursula, Referendar, *1911 Friedrichsfelde †1934 Rummelsburg.